Land und Stadt müssen zusammenarbeiten

Luftfilteranlagen müssen sofort bestellt werden

Zur Berichterstattung um den Luftreinhalteplan erklärt der Kieler Landtagsabgeordnete Tobias von der Heide:

„Es ist mittlerweile klar, dass Luftfilteranlagen einen wesentlichen Beitrag zur Luftreinheit leisten können. Die Untersuchungen zu ihrer Wirksamkeit haben ergeben, dass die Geräte in jedem Fall 10 Prozent also circa 5 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft an Schadstoffreduktion erreichen. Gerade, wenn die Bauarbeiten dieses Jahr beginnen, könnte der Grenzwert für 2020 in jedem Fall mit technischen Lösungen eingehalten werden. Die Untersuchungen zeigen aber auch, dass die Geräte das Potential haben, über 30 Prozent der Schadstoffe in der Luft zu reduzieren. Das würde heißen, dass der Grenzwert ganz ohne weitere Maßnahmen eingehalten werden kann. Für mich ist vollkommen unverständlich, warum die Beschaffung der Filteranlagen noch nicht auf den Weg gebracht wurde. Zumal das Land dafür auch 500.000 Euro im Haushalt bereitgestellt hat. Die Filteranlagen müssen als zentrale Maßnahme durch das Umweltministerium in den Luftreinhalteplan aufgenommen werden und die Stadt Kiel muss unverzüglich die Beschaffung der Anlagen einleiten. Hier müssen Land und Stadt zusammenarbeiten und mit dem Schwarzer Peter Spiel aufhören. 

Daneben sollte der Oberbürgermeister Ulf Kämpfer keine Maßnahmen grundsätzlich ausschließen. Umfahrungsgebote bzw. selektive Fahrverbote können in der Lage helfen allgemeine Fahrverbote zu verhindern und die Zufahrt zum Gewerbegebiet am Theodor-Heuss-Ring zu sichern. Man sollte nicht grundsätzlich ausschließen, dass ein kleiner Teil der Fahrzeuge von etwa 10 Prozent einen Umweg von 5 bis 10 Minuten in Kauf nehmen muss. Es geht immerhin auch um die Gesundheit von Anwohnern.

Ich hoffe sehr, dass die Stadt und das Umweltministerium schnell zu einer Lösung kommen. Nach der Hängepartie der letzten Monate ist das mehr als überfällig.“

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