Mehr Anerkennung für die Alevitische Gemeinde in Schleswig-Holstein

Jamaika-Regierung beschließt „Vereinbarung mit der Alevitischen Gemeinde in Schleswig-Holstein bis 2022“

Jamaika-Regierung beschließt „Vereinbarung mit der Alevitischen Gemeinde in Schleswig-Holstein bis 2022“

Tobias von der Heide, kirchen- und religionspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, hat sich in der vergangenen Woche mit dem Vorsitzenden der Alevitischen Gemeinde Kiel, Herrn Aslan, und dem stellv. Vorsitzenden, Herrn Kocak, getroffen. Im Rahmen dieses Treffens ist über die aktuellen Herausforderungen der Alevitischen Gemeinde aufgrund der Corona-Pandemie sowie über Fortschritte in Richtung Staatsvertrag mit der Alevitischen Gemeinde bis 2022 gesprochen worden. Hierzu erklärt von der Heide:

"In Schleswig-Holstein gibt es fünf alevitische Gemeinden mit rund 20.000 Mitgliedern. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Alevitischen Gemeinde hat im vergangenen Jahr eine Jubiläumsfeier im Landeshaus stattgefunden. Während die Alevitische Gemeinde in anderen Bundesländern, so z.B. in Hamburg, Bremen und Rheinland-Pfalz, bereits als Religionsgemeinschaft anerkannt worden sind, ist dies in Schleswig-Holstein noch nicht der Fall. Aber das wollen CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen jetzt ändern! Denn die Aleviten stehen auf dem Boden des Grundgesetzes und teilen unsere demokratischen Grundwerte. Die Anerkennung der Aleviten als Religionsgemeinschaft ist ein sehr wichtiger, sinnvoller und folgerichtiger Schluss!

Denn auch bei uns im Norden haben die Aleviten eine Heimat gefunden. Darum ist es der Jamaika-Regierung ein Anliegen, dass wir Menschen alevitischen Glaubens das Gefühl geben, dass sie nicht nur einen festen Platz in unserer Gesellschaft, sondern auch einen festen Platz in Schleswig-Holstein haben. Aus diesem Grund ist es ein so wichtiges Signal, dass eine Vereinbarung mit der Alevitischen Gemeinde bis 2022 auf den Weg gebracht wird. Auf diesem Weg wird die Anerkennung der Aleviten als Religionsgemeinschaft in Schleswig-Holstein terminiert und das alevitische Leben in Schleswig-Holstein gestärkt. Die Vereinbarung ist ein Wegweiser für die Religionsfreiheit sowie für das friedliche und gleichberechtigte Miteinander der Religionen in Schleswig-Holstein."

Die Verhandlungen sollen sich an den Vereinbarungen orientieren, die in anderen Bundesländern mit der Alevitischen Gemeinde getroffen worden sind. Insbesondere gemeinsame Regelungen zu Feiertagen, religiösen Einrichtungen und dem Zusammenwirken von Land und Religionsgemeinschaft sollen im Fokus dieser Verhandlungen stehen.

 

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