Kiel bekommt keine internationale Schule

Möglichkeiten sind nicht ausreichend ausgelotet worden

Zu den Entwicklungen zur Gründung einer internationalen Schule in Kiel erklärt der Kieler Landtagsabgeordnete und bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Tobias von der Heide:

„Auch Kiel wird zunehmend international. Gerade aus der Universität und aus den großen Unternehmen in Kiel ist bekannt, dass es eine hohe Nachfrage nach einem internationalen Schulangebot gibt. Eltern fragen ein Angebot nach, dass es Kindern ermöglicht, eine Schulausbildung in englischer Sprache zu durchlaufen und neben dem Abitur auch international anerkannte Schulabschlüsse zu erreichen. Dazu haben sich auch erste Elterninitiativen gegründet. Für Kiel wird das zunehmend auch ein Standortfaktor werden, um qualifizierte Fachkräfte und Wissenschaftler aus dem Ausland für Kiel zu begeistern.

Ich finde es außerordentlich schade, dass es nicht gelungen ist, diese Idee in eine Schulgründung zu kanalisieren oder an einer vorhandenen Kieler Schule ein entsprechendes Angebot zu schaffen. Das geplante Fahrschulangebot in Zusammenarbeit mit der Privatschule Louisenlund ist keine internationale Schule in Kiel. Louisenlund ist fast eine Autofahrstunde von Kiel entfernt. Das kann aus verschiedenen Gründen kein attraktives Schulangebot für Kieler Schülerinnen und Schüler sein, auch wenn für einen kleinen Schulabschnitt die Einrichtung einer Außenstelle geplant ist. Entsprechend ist es nicht sinnvoll, wenn Kiel Schülerplätze in Louisenlund finanzieren würde. 

Ich glaube, dass weiterhin eine internationale Schule in Kiel möglich wäre. Sei es als Ersatzschule mit einem Kooperationspartner oder durch die Weiterentwicklung einer bereits vorhandenen Schule. Ich bin mir sicher, dass das Land auch eine große Offenheit gegenüber Schulversuchen an einer öffentlichen Schule hätte. Hier sind die Möglichkeiten nicht ausreichend ausgelotet werden. Wir werden in den großen Städten in Schleswig-Holstein ein internationales Schulangebot über kurz oder lang brauchen. Das gilt insbesondere für Kiel und Lübeck.“

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