Kiel muss sich stärker bei der Digitalisierung der Kieler Schulen anstrengen

Land und Bund stellen über 14 Millionen Euro für Kieler Schulen zur Verfügung

Heute wird auch in der Kieler Ratsversammlung über das Thema Digitalisierung an den Kieler Schulen diskutiert. Dazu erklärt der Kieler Landtagsabgeordnete und bildungspolitische Sprecher der CDU Landtagsfraktion Tobias von der Heide:

 Heute wird auch in der Kieler Ratsversammlung über das Thema Digitalisierung an den Kieler Schulen diskutiert. Dazu erklärt der Kieler Landtagsabgeordnete und bildungspolitische Sprecher der CDU Landtagsfraktion Tobias von der Heide:

„Die Landeshauptstadt Kiel bekommt für die Digitalisierung der Kieler Schulen über 14 Millionen Euro vom Bund und vom Land zur Verfügung gestellt. Dieses Geld kann ein Quantensprung für digitale Bildung in Kiel sein. Aus dem Digitalpakt stehen dafür für Schleswig-Holstein ca. 170 Millionen Euro zur Verfügung, die auf Grund der Corona-Pandemie noch einmal um 17 Millionen Euro aufgestockt wurden. Darüberhinaus hat das Land ein eigenes zusätzliches Digitalisierungsprogramm mit einem Volumen von 15 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Diese Chance muss Kiel nutzen.

Die heutige Vorlage in der Kieler Ratsversammlung zeigt, dass Kiel konzeptionell und strukturell bis jetzt nicht ausreichend auf die Digitalisierung in den Schulen vorbereitet ist. Bereits seit vier Jahren ist klar, dass Fördermittel durch den Bund und das Land kommen werden. Andere Kommunen haben sich deutlich besser auf die Aufgabe vorbereitet und bereits erste Fördermittel erhalten. Die Stadt ist als Schulträger darauf nicht vorbereitet.

Es fehlt immer noch eine belastbare Bestandsaufnahme der Situation in den Kieler Schulen. Das ist eine originäre Aufgabe der Stadt, die bis jetzt nicht erfolgt ist. Im Vergleich zu anderen Kommunen diskutieren wir hier in Kiel immer noch über die Stromversorgung und die Netzanbindung in Klassenräumen. Eigentlich wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, intensiv über technisch-pädagogische Einsatzkonzepte und Medienkonzepte zu diskutieren. Damit ist wahrscheinlich erst im kommenden Jahr zu rechnen. Wir müssen gewaltig aufpassen, dass Kiel bei diesem Thema nicht abgehängt wird. Gerade die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, welches Potential Digitalisierung als verlässlicher Bestandteil von Schule haben kann.

Deshalb ist der heutige Antrag der CDU-Ratsfraktion sehr richtig. Die Kieler Verwaltung muss die Digitalisierung der Schulen beschleunigen und vorrangig umzusetzen. Dazu muss unverzüglich ein Konzept vorgelegt werden. Insbesondere um digitale Endgeräte für Schülerinnen und Schüler zur Verfügung zu stellen, die zuhause über keine geeigneten Geräte verfügen. Auch dafür stellen wir Fördermittel zur Verfügung.“

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